Feministische Kriminologie – Potenziale für die Forschung in Deutschland
DOI:
https://doi.org/10.18716/ojs/krimoj/2026.1.2Schlagwörter:
Feminismus, Feministische Kriminologie, Feministische Rechtswissenschaft, IntersektionalitätAbstract
Die feministische Kriminologie hat sich im anglo-amerikanischen Raum als eigenständige und anerkannte Forschungsrichtung etabliert. In Deutschland hingegen ist sie bislang weniger verbreitet und bleibt so hinter ihrem theoretischen und praktischen Potenzial zurück. Der Beitrag untersucht, welche Potenziale eine stärkere Rezeption feministischer kriminologischer Perspektiven für die deutsche (Rechts-)Wissenschaft bereithält. Nach einer begrifflichen Einführung wird die historische Entwicklung feministischer Kriminologie im anglo-amerikanischen Raum anhand der sog. „Wellen des Feminismus“ dargestellt. Daran anschließend analysiert der Aufsatz die deutsche Situation und zeigt, dass feministische Impulse aus internationalen Debatten vereinzelt wahrgenommen, nicht jedoch strukturell verankert werden. Ergänzend wird die feministische Rechtswissenschaft einbezogen, um Überschneidungen und Synergiepotenziale zu identifizieren. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie feministische Kriminologie in Deutschland stärker theoretisch fundiert, institutionell verankert und rechtspolitisch wirksam werden kann.
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